Messung der Radonkonzentration

Wann sind Radonmessungen erforderlich?

Die Konzentration des Edelgases Radon in Innenräumen lässt sich mit speziellen Messgeräten auf einfache Art bestimmen.

Untersuchungen haben ergeben, dass der Radon-Jahresmittelwert eines Gebäudes hauptsächlich von Bauweise und Nutzerverhalten abhängig ist, wie Fundamentausführung, Unterkellerung, Gebäudedichtheit und Lüftungsgewohnheiten. Deshalb weisen auch benachbarte Wohnhäuser oft sehr unterschiedliche Radonkonzentrationen auf.

Gewissheit über die Radonkonzentration in Ihrem Gebäude erhalten Sie ausschließlich über eine Messung. Aus diesem Grunde sind Radonmessungen in Häusern, in denen Wohnräume Erdkontakt haben (z.B. bei Hanglage, keinem oder bewohntem Kellergeschoß), oder in Gebäuden in Gebieten mit erhöhtem Radonrisiko empfohlen.

Sind in Wohnräumen mit Erdkontakt Umbauarbeiten an Böden und Wänden vorgesehen, zum Beispiel energetische Sanierungen oder Anbauten, lassen sich Radonschutzmaßnahmen deutlich kostengünstiger und effektiver als im Nachhinein planen und umsetzen. Daher wird in diesen Fällen eine Messung angeraten.

Die Kenntnis der Radonkonzentration ist ebenso beim Kauf einer Immobilie wünschenswert.

 

Die Messung von Radon in Innenräumen zum Zweck der Bewertung eines Langzeitmittelwertes erfolgt in der Regel mit Kernspur-Exposimetern.

Eine solche Messung  ist einfach und preisgünstig durchzuführen; vergleichbar mit dem Ablauf in der analogen Fotografie; also dem Ankauf eines Filmes inklusive der Dienstleitung der Entwicklung. Die Exposimeter können bei sogenannten „Messstellen“ (Labore) bezogen werden und werden bevorzugt in Aufenthaltsräumen mit Erdberührung (Keller, Erdgeschoß) platziert. Die Messung sollte mindestens 3 Monate und während der Heizperiode durchgeführt werden. Nach Rücksendung werden diese labortechnisch ausgewertet und das Ergebnis mitgeteilt.

Hinweise zu den anerkannten Messstellen zum Bezug von Exposimetern findet man beispielsweise auf der Webseite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU Bayern).

Wir halten stets eine kleinere Menge von Kernspurexposimetern vor. Sie können diese also auch bei uns beziehen.

Bitte verwenden Sie das nebenstehende Bestellformular.

Messungen für Sanierungsplanung und Überprüfung

Soll eine Radonsanierung durchgeführt werden, ist für deren Planung die Bestimmung des zeitlichen Verlaufes der Radonkonzentration zweckmäßig. Dies erfolgt mit speziellen elektronischen Messgeräten.

So können Eintrittsstellen und Ausbreitungswege von Radon besser eingegrenzt sowie Auswirkungen des Bewohnerverhaltens oder die Wirksamkeit von provisorischen Maßnahmen besser abgeschätzt werden.

Auch die unmittelbare Überprüfung der Wirksamkeit von Sanierungsmaßnahmen erfolgt mit zeitaufgelösten Messungen oder mit einfacheren elektronischen Messgeräten.

Die Durchführung der Messungen sowie die Beurteilung der Ergebnisse erfordert einige Erfahrung.

Nach Abschluss der Sanierung ist eine Messung des Langzeitmittelwertes (siehe oben) durchzuführen. Eine derartige Messung soll in regelmäßigen Abständen (fünf bis zehn Jahre, je nach der Radonkonzentration vor der Sanierung) wiederholt werden.

Orientierende Messungen

Eine orientierende Messung ist ein Schnellverfahren, das bei hohem Zeitdruck - etwa bei Veräußerung einer Immobilie oder bei bevorstehenden Umbauten - eingesetzt wird. Sie dient primär zur Abschätzung der möglichen Radonbelastung eines Wohngebäudes.

Die Planung der Messung und die Bewertung der Messergebnisse sind von einer Radonfachperson durchzuführen.

Da orientierende Messungen nur schwer einen Rückschluss auf den Jahresmittelwert zulassen, empfiehlt es sich, nach Möglichkeit eine Messung der Langzeitmittelwerte (siehe oben) durchzuführen.